Überfordert und genervt - die Gastronomie und #newnutrition
... Veganer sind solche Spaßverderber ... ach, echt?
Vor kurzem habe ich ein Video auf Twitter gesehen, indem sich ein Berliner Gastronom über "diese ätzenden Veganer" ausgelassen hat. Er werde keine veganen Gerichte mehr anbieten, weil man es "den Veganern" (wer auch immer das im einzelnen sein mag), eh nicht recht machen kann. Immer haben sie noch was auszusetzen oder eine zusätzliche Unverträglichkeit. Es passt also nie, so der Kollege, egal, wieviel Mühe er sich gibt. Er hat die Nase voll und nimmt keine Rücksicht mehr. PUNKT.
Das, so meine ich, ist absolut legitim. Sich darüber in den Sozialen Medien aufzuregen zeigt allerdings auch, wie überfordert der Gastronom - und ich würde behaupten ein Großteil der Branche - nach wie vor mit #newnutrition ist.
Aus meiner Sicht mangelt es an:
✨Aus- wie Weiterbildung. Dabei geht es ja nicht nur um vegan und vegetarisch.
✨Grundverständnis. Und das meine ich wirklich sehr neutral Nur weil etwas z.B. glutenfrei ist, ist es noch lange nicht für jeden verträglich. Bestes Beispiel: Buchweizen. Ohne Gluten vertragen dieses Getreide viele Menschen trotzdem nicht.
✨ Frustrationstoleranz. Alles Neue ist erst einmal kompliziert. Je länger man sich in ein Thema vertieft, umso einfacher wird es. Versprochen.
✨Entscheidung. Wer keine vegane Küche anbieten will, der muss das nicht tun. Aber er sollte "die Veganer" auch nicht für seinen Frust verantwortlich machen.
Nur zum Verständnis: ich bin kein Veganer. Aber ich beschäftige mich bereits seit mehr als 10 Jahren mit alternativen Ernährungsformen. Festzustellen ist: die Entwicklung geht weiter. Wer sich verschließt, der wird den Gap in ein paar Jahren nicht mehr schließen können, außer er hat ein entsprechendes Konzept. Steakhaus wäre da ein Beispiel.
Lassen Sie sich helfen. Es ist nicht so schwer und schon garnicht so frustrierend oder nervend, wie Sie vielleicht meinen. Haben Sie Fragen? Dann melden Sie sich gerne e.herrmann@thehospitalityexperience.com